Zertifikate

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Zertifikate

 

Polyurethane

 

Polyol

Als Polyole wird eine Gruppe von organischen Verbindungen bezeichnet, die mehrere Hydroxylgruppen (-OH) enthalten. Sie sind die hauptsächlichen Reaktionspartner der Isocyanate. Polyesterpolyole oder Polyetherpolyole werden bei der Herstellung von Polyurethan verwendet.

 

MDI

Diphenylmethandiisocyanat  ist ein wesentlicher Rohstoff für PUR-Anwendungen bzw. Isolierschaumstoffe.

 

TDI

Toluol-2,4-diisocyanat ist eines der wichtigsten Isocyanate und ein wichtiges Zwischenprodukt der Kunststoffindustrie. Neben anderen Isocyanaten ist TDI eine ideale Ausgangssubstanz für Polyadditionsreaktionen und wird vor allem für die Herstellung von Schaumstoffen (Polyurethanen) genutzt.

 

Harz, Härter

Harze sind mehr oder weniger flüssige Produkte, die sich aus verschiedenen chemischen Substanzen zusammensetzen und zum Beispiel zur Herstellung von Lacken, Seifen, Arzneistoffen und Terpentin dienen. Im industriellen Bereich werden hauptsächlich Kunstharze verwendet. Typisch sind Anwendungen, welche die Festigkeit gebenden, adhäsiven Eigenschaften verwenden, wie für Leime und Klebstoffe. Weiter typisch ist der Einsatz zur Oberflächenveredlung und Oberflächenversiegelung, aber auch zur Formherstellung.

 

Nach DIN 55958 (Dezember 1988) werden Kunstharze durch Polymerisations-, Polyadditions- oder Polykondensationsreaktionen synthetisch hergestellt. Kunstharze bestehen in der Regel aus zwei Hauptkomponenten. Die Vermischung beider Teile (Harz und Härter) ergibt die reaktionsfähige Harzmasse. Bei der Härtung steigt die Viskosität an und nach abgeschlossener Härtung erhält man einen unschmelzbaren (duroplastischen) Kunststoff.

 

Die Verarbeitung von Kunstharz (kurz Harz) erfolgt häufig im Gussverfahren. Hierbei wird das Gießharz in eine wieder verwendbare oder eine verlorene Form gegossen.

Als härtbare Formmassen bezeichnet man meist rieselfähige Massen, die in einem Warmformungsvorgang mit unmittelbar anschließender irreversibler Aushärtung bei erhöhter Temperatur zu Formteilen und Halbzeugen verarbeitet werden. Hierbei sind häufig hohe Drücke zur kompletten Füllung der Form notwendig.

 

Bindemittel

Bindemittel sind Stoffe, durch die Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad (z.B. Pulver) miteinander bzw. auf einer Unterlage verklebt werden. Bindemittel werden meist in flüssiger Form den zu bindenden Füllstoffen zugesetzt.

 

Beide Stoffe werden intensiv vermischt, damit sie sich gleichmäßig verteilen und alle Partikel des Füllstoffs gleichmäßig mit dem Bindemittel benetzt werden. Durch die Art des Bindemittels können dem Füllstoff neue Verarbeitungs- und Materialeigenschaften verliehen werden.

 

Leime, Bitumen

Bitumen ist ein in verschiedenen Gesteinsarten natürlich vorkommendes Material, das nahezu nicht flüchtig ist. Das so genannte Erdpech ist klebrig, abdichtend und weist temperaturabhängig ein elastoviskoses Verhalten auf. In Toluol ist Bitumen nahezu vollständig löslich. Durch Vakuumdestillation lässt sich auch aus Erdöl Bitumen gewinnen.

 

Genutzt wird das Material etwa, um empfindliche Stoffe oder Bauteile vor Wasser zu schützen, da Bitumen im Wasser praktisch unlöslich ist. Es ist chemisch stabil gegenüber nicht-oxidierenden Säuren und Basen, reagiert aber im Brandfall stark mit Sauerstoff.

 

Bitumen besteht hauptsächlich aus hochmolekularen Kohlenwasserstoffen und enthält daneben chemisch gebundenen Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff und einige Spuren von Metallen. Als thermoplastischer Stoff wird es bei Abkühlung spröde, bei Erwärmung durchläuft es stufenlos alle Zustände von fest über zähflüssig bis dünnflüssig. Bei steigenden Temperaturen fängt es an, sich langsam zu zersetzen. Es hat keinen festen Schmelzpunkt, da die Komponenten der Kohlenwasserstoffmischung unterschiedliche Schmelzpunkte haben.

 

Säuren, Laugen

Säuren sind im engeren Sinne alle Verbindungen, die in der Lage sind, Protonen (H+) an einen Reaktionspartner zu übertragen – sie können als Protonendonator fungieren. In wässriger Lösung ist der Reaktionspartner im wesentlichen Wasser. Es bilden sich Oxonium-Ionen (H3O+), der pH-Wert der Lösung wird damit gesenkt.

 

Säuren reagieren mit so genannten Basen (alkalische Lösungen oder auch so genannte Laugen sind im engsten Sinne wässrige Lösungen von Alkalihydroxiden, wie zum Beispiel von Natriumhydroxid (Natronlauge) oder Kaliumhydroxid (Kalilauge). Im weiteren Sinne verwendet man den Begriff auch für jede Lösung von Basen.) unter Bildung von Wasser und Salzen. Eine Base ist also das Gegenstück zu einer Säure und kann diese neutralisieren.

 

Aktivatoren

Ein Aktivator ist in der Biochemie eine Substanz, die katalytische Reaktionen beschleunigen, aber selbst kein Katalysator ist.

 

Katalysatoren

Ein Katalysator ist in der Chemie ein Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion beeinflusst, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Dies geschieht durch Herabsetzung der Aktivierungsenergie. Katalysatoren ändern somit die Kinetik chemischer Reaktionen, ohne deren Thermodynamik zu verändern. Sie beschleunigen die Hin- und Rückreaktion gleichermaßen und ändern somit nichts am Gleichgewicht einer Reaktion.

 

Flammschutz

Flammschutzmittel (oder Brandhemmer) sind Stoffe, welche die Ausbreitung von Bränden einschränken, verlangsamen oder verhindern sollen. Angewendet werden Flammschutzmittel überall dort, wo sich potentielle Zündquellen befinden, unter anderem auch in den komplexen Anlagen der Harz- und der chemischen Industrie.